7 Tipps für Home Office
mit Kindern

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Lebt Home Office seit Jahren im Dauerzustand – mit Frau, drei Kindern und Hund. Liebt den kurzen Arbeitsweg, muss den Kaffee aber immer selbst machen und konnte die Skills zum Milchaufschäumen deshalb nicht perfektionieren. Den Rest schafft man aber prima virtuell.
Mehr über Thomas erfährst du auf seinem Blog.


1. Richte einen Arbeitsplatz für dein Kind ein

Wenn du mit Kind im Home Office arbeitest, richte nicht nur dir, sondern auch deinem Nachwuchs einen Arbeitsbereich ein. Am besten legst du den „Arbeitsplatz“ deines Kindes in Sichtweite von deinem. Kinder streben den Eltern nach: Wenn sie sehen, dass du an deinem Platz arbeitest, werden sie auch an ihrem Platz „arbeiten“ wollen. Beschäftigung finden sie mit Ausmalbüchern, Knete, Bastelzeug und zur Not auch dem iPad (niemand wird dich dafür verurteilen!). Eine weitere Strategie: die Kinder mit einfachen Aufgaben im Haushalt betrauen.

2. Wechselt euch ab

Wenn beide Elternteile zu Hause sind, wechselt euch mit der Betreuung ab. Ein, zwei Stunden du, dann übernimmt dein Partner oder deine Partnerin die Kinderbetreuung. So kann sich jeder auf seine beruflichen Aufgaben konzentrieren und ihr holt für euch die maximalen Zeitkontingente für die Arbeit heraus. Haltet euch also so gut es geht gegenseitig den Rücken frei.

Familie mit Kind am Schreibtisch
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3. Flexibel bleiben

Flexibilität ist im Home Office mit Kindern absoluter Trumpf! Das gilt übrigens auch dann, wenn deine Kinder einmal völlig außer Rand und Band sind und deine Aufmerksamkeit einfordern – was in manchen Phasen völlig normal ist. Das Home Office bietet dir die Freiheiten, den Laptop beiseite zu stellen und dich zu kümmern. Ein Tipp: Vielleicht hilft es dir, die Arbeit in kurze Einheiten aufzuteilen. 20 bis 25 Minuten etwa sind eine Spanne, in der sich viele Kinder selbstständig beschäftigen können. Vielleicht ist die Pomodoro-Technik ja etwas für dich.

4. Lerne zu ignorieren

Es wird dir schwerfallen, aber versuche während du arbeitest dennoch die Kids oder den „Lärm“ ein wenig zu ignorieren. Wenn die Kinder während eines beruflichen Calls mal lauter werden: Egal! Wir sind aktuell alle in einer Ausnahmesituation, keiner wird dich dafür verurteilen oder es für unprofessionell halten. Auch das Chaos, dass die Kinder in der Wohnung verursachen: Ignoriere es tagsüber und macht es zur Routine, am Abend gemeinsam aufzuräumen.

Kind auf Skateboard
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5. Macht einen Tages- oder Wochenplan

So ein Plan, der zum Beispiel auch wie ein Stundenplan für die Schule aufgemacht sein kann, hilft der ganzen Familie. Vor allem hilft er den Kindern zu verstehen, worin die konkrete Herausforderung für euch Eltern besteht. Mit geregelten und festen Zeiten für Arbeit und Familie wissen die Kids auch, wann du Zeit für sie hast. In diesem Zusammenhang auch wichtig: Mach dir den gewohnten Rhythmus zu Nutze. Kita-Kinder leben etwa in einem Rhythmus aus Essen, Schlafen, Spielen … Versucht euch daran zu halten. Das macht es allen leichter, weil die Kinder daran gewöhnt sind. Mit etwas Glück etablieren sich dabei auch feste Spielzeiten bei den Kindern – sprich Arbeitszeit für dich.

6. Lege Kommunikationsregeln fest

Vereinbart ein Zeichen, bei dem die Kinder wissen, dass sie kurz warten müssen. Das ist wichtig, damit du nicht ständig aus der Konzentration oder einem Telefonat gerissen wirst. Vertrau den Kids: Wenn du ihnen deinen Wunsch in Ruhe erklärst, werden sie es verstehen. Im Kindergarten oder der Schule müssen sie sich nämlich auch an Regeln halten. Umso wichtiger, dass du für dich selbst klar hast, wann du wirklich nur im Notfall deinen Schreibtisch verlassen möchtest und die Regel Anwendung findet. Und apropos etwas zutrauen: Vielleicht kannst du deinen Kindern einfache Aufgaben im Haushalt an die Hand geben, etwa den Tisch decken, die Treppe kehren oder den Abwasch machen. Kinder haben Spaß daran, wenn sie Papa und Mama unterstützen können.

Kind spült selber ab oder Kind trägt Teller
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7. Sei offen, wenn du Probleme hast

Home Office – insbesondere in der aktuellen Lage – ist eine besondere Situation. Auch, weil nicht jede bzw. jeder in seinem Zuhause einen extra „Raum“ (Zimmer oder einfach nur einen geeigneten Tisch) für die Heimarbeit hat. Wenn du merkst, dass das Home Office mit Kindern eine ernsthafte Belastung für deine Familie darstellt, sprich mit Kollegen und Vorgesetzten und versucht, eine Lösung zu finden. Deine Familie ist kostbar und hat Vorrang. Das wird ein guter Arbeitgeber auch so sehen.


Autor Thomas Gigold
Thomas Gigold | Teamleiter Social Media |  
TERRITORY webguerillas | München    

Arbeitet seit 2005 im Home Office. Er ist dreifacher Papa und weiß,  
wie es ist, mit Kindern zu Hause zu arbeiten.

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