Ergonomie im Home Office

|

© Getty Images

Auch dein improvisiertes Home Office sollte möglichst ergonomisch eingerichtet sein. Sonst schützt du dich dort zwar vor Corona, aber nicht vor Kopf- und Nackenschmerzen. Unsere fünf Tipps helfen dir dabei.


1. Distanz wahren
Abstand halten – das ist auch ein guter Ratschlag, wenn es um einen ergonomischen Arbeitsplatz im Home Office geht. Denn du brauchst einfach etwas Platz um dich herum und für deine Arbeitsutensilien.

Du solltest circa 80 Zentimeter von deinem Bildschirm entfernt sitzen und dessen Höhe so einstellen, dass du leicht gesenkt auf ihn blickst. Deine Tastatur sollte etwa zehn Zentimeter von der Tischkante entfernt liegen – und diese Tischkante sich auf ungefähr 75 cm Höhe befinden. Für die richtige Sitzhöhe achte darauf, dass der Winkel zwischen Ober- und Unterschenkel mindestens 90 Grad beträgt.

Und vor deinem Schreibtisch hast du im Idealfall mindestens eineinhalb Quadratmeter Fläche für dich und deinen Stuhl. Und damit sind wir schon beim zweiten Tipp:

2. Den richtige Dreh(-stuhl) finden
Ein guter Bürostuhl ermöglicht und fördert dynamisches Sitzen. Das bedeutet, dass du nicht stundenlang in einer Sitzhaltung verharrst, sondern verschiedene Körperhaltungen einnimmst. Das entlastet die Muskulatur und fördert die Durchblutung – und damit auch die Konzentrationsfähigkeit. Wenn du einen Bürostuhl zuhause hast, dann nutze den also für dein Home Office. Wenn nicht, dann achte bewusst darauf, nach einiger Zeit deine Körperhaltung zu ändern. Die klassischen drei Sitzhaltungen sind:

  • Aufrechte Sitzhaltung. Nacken und Rücken sind gerade gestreckt, Schultern nach hinten gerollt, die Oberschenkel liegen waagrecht oder leicht abfallend auf der Sitzfläche auf.
  • Vordere Sitzhaltung. Der Oberkörper ist leicht nach vorne gebeugt, die Unterarme liegen auf dem Schreibtisch auf.
  • Hintere Sitzhaltung. Du lehnst den Oberkörper entspannt an die bewegliche Stuhllehne an und neigst ihn nach hinten.

Außerdem ist es natürlich eine super Idee, zwischendurch aufzustehen und etwas herumzugehen. Und wenn man schon mal steht, kann man doch auch so arbeiten, oder? Mit einem stabilen Karton oder einer Kiste kannst du deinen Schreibtisch höher legen, um eine Zeit lang im Stehen zu arbeiten.

3. Anschluss suchen
Wenn du mit einem Laptop arbeitest, solltest du daran möglichst eine externe Tastatur, eine externe Maus und einen zweiten, größeren Bildschirm anschließen. Laptops sind super praktisch, aber nicht die erste Wahl, wenn es um ergonomisches Arbeiten geht.

4. Bei Licht betrachten
Die richtige Beleuchtung ist für einen ergonomischen Arbeitsplatz genauso wichtig wie die richtige Schreibtischhöhe. Sonst strengst du deine Augen zu sehr an, was müde macht und Kopfschmerzen verursacht. Licht, das durch Fenster fällt, sollte im rechten Winkel von der Seite kommen. Bei Licht von hinten kann es störende Spiegelungen auf dem Monitor geben, Licht von vorne kann blenden. Und so verlockend es bei schönem Wetter auch sein mag: Balkon und Terrasse sind keine idealen Arbeitsplätze, weil die Beleuchtung eben nicht ideal ist. Das gilt natürlich nur für Home-Office-Arbeiten – Blumen umtopfen kannst du dort nach wie vor hervorragend. Aber auch bei idealer Beleuchtung ist Bildschirmarbeit anstrengend. Mit ein paar einfachen Übungen kannst du deine Augen trainieren und entspannen.

5. Tür zu, Fenster auf
Zugegeben, Fenster und Türen sind an sich eher unergonomisch. Aber eine Tür kann für Ruhe sorgen und ein offenes Fenster für frische Luft. Beides hilft beim konzentrierten Arbeiten – und ist damit doch wichtig für einen ergonomischen Arbeitsplatz im Home Office.

So, der Arbeitsplatz ist eingerichtet. Aber es gibt noch ein paar Fallen, die beim Arbeiten zuhause lauern können. Damit du sie umgehen kannst, haben wir für dich ein paar Tipps für die Arbeit im Home Office.


Autor Lars Lenhardt
Lars Lenhardt   | Redaktion | 
TERRITORY Content to Results | Gütersloh

Hat erstmal seinen eigenen Home-Office-Arbeitsplatz optimiert. 


Vorheriger Artikel

Aus dem Netz gefischt – Fundstücke der Woche (01)

Microsoft Teams: Der Prioritätenzugriff

Nächster Artikel