5 Benimm-Regeln für (Co)Videokonferenzen

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Kontakte pflegen in Zeiten des Kontakt-Verbots. Das klingt beim ersten Lesen gar nicht mal so einfach. Doch in Zeiten des Internets ist es ohne Probleme möglich. In Form von Videokonferenzen kannst du trotz Corona-Virus deinen Liebsten ganz nah sein. Deinen liebsten Kollegen und Kunden natürlich auch. Doch damit das „unfallfrei“ gelingt, solltest du dich an die eine oder andere Regel halten. Mit diesen fünf Anregungen merzt du die Nachteile von Videokonferenzen aus.


Regel No. 1: Home Office isn’t better in Pyjama

Um 9 Uhr ist der erste Video-Call und dein Wecker klingelt erst zwei Minuten vorher? Mal ehrlich, einen verschlafenen Gesprächspartner mit geschwollenen Augen im Schlafanzug wünscht sich keiner. Auch auf Videokonferenzen in Zeiten des Corona-Virus solltest du dich angemessen vorbereiten. Zumindest oberhalb der Gürtellinie. Keiner erwartet dich im feinen Zwirn vor der Kamera, aber über ein schlabbriges T-Shirt darf dein Oberteil schon hinausgehen. Ebenso deine Frisur. Wenn es für die Dusche nicht reicht, kannst du zumindest einmal zum Kamm greifen. Einen zentralen Vorteil haben die Videokonferenzen ja: Selbst wenn deine Kollegen dich total sympathisch finden, können sie dich in diesem Augenblick nicht riechen.

Regel No. 2: Big Brother is watching you

Dein Partner huscht halbnackt aus dem Badezimmer, die Wäsche stapelt sich auf dem Sofa und die angebrochene Flasche Corona steht griffbereit vor deiner Nase. Das will keiner sehen und deshalb solltest du diese Dinge bei einem Home Office Videocall vermeiden oder zumindest verstecken. Zentraler Nachteil von Videokonferenzen: Je nachdem, wie weit du von deiner Kamera entfernt sitzt, sieht man auch ziemlich viel von deinem Umfeld. Daher solltest du dich auf den Anruf vorbereiten, indem du einen ruhigen Hintergrund wählst, den Raum angemessen beleuchtest und die Kamera auf Augenhöhe stellst. Das ist für dich unmöglich, weil du nur in der Abstellkammer Ruhe zum Telefonieren hast oder in deinem winzigen WG-Zimmer gefangen bist? Dann versuch das Beste draus zu machen. In manchen Videokonferenz-Tools hast du die Möglichkeit, den Hintergrund unscharf zu stellen. Für den Vordergrund geht das im Übrigen bislang noch nicht.

Regel No. 3: In der Ruhe liegt die Kraft

Während der Videokonferenz solltest du Umgebungsgeräusche so weit wie möglich reduzieren und dich voll und ganz auf das Gespräch konzentrieren. Ein klingelndes Handy, der Nachrichtensprecher im Fernsehen oder das Tippen der Tastatur stören und haben in deinem Meeting nichts verloren – übrigens auch schon vor Corona. Grundsätzlich solltest du in größeren Videokonferenzen dein Mikrofon immer nur dann aktivieren, wenn du selbst sprichst. So vermeidest du unnötige Umgebungsgeräusche in der Leitung. Aber, unter uns: Ab und zu führt es auch dazu, dass du Selbstgespräche führst und dich wunderst, dass dir niemand eine Antwort gibt. Kopf hoch, das passiert den Besten!

Regel No. 4: Der Ton macht die Musik

Ob Redakteur, Grafiker, Projektmanager oder Buchhalter – im Home Office dürfen wir alle auch gern in die Rolle von Call-Center-Mitarbeitern schlüpfen. Denn wenn wir für Videokonferenzen ein Headset nutzen, merzen wir einen Nachteil ganz einfach aus: Es kommt nicht zu Rückkopplungen in der Leitung, weil die Lautsprecher von Kollege X zu laut gestellt sind. Doch ein Headset bietet noch einen weiteren Vorteil, der Ton klingt weniger räumlich und die Kollegen können uns noch besser verstehen. Aber Achtung: Das Mikrofon sollte nicht zu nah am Mund sein. Denn sonst könnte bei Kollegen der Eindruck entstehen, dass sich Darth Vader in die Konferenz reingemogelt hat.

Regel No. 5: Gut moderiert, ist halb gewonnen

Du hast alle Tipps verinnerlicht und willst jetzt mit dem Meeting starten? Sehr gut. Dann solltest du zu guter Letzt noch einen Moderator festlegen, der durch die Agenda führt. Denn ein Nachteil bei Videokonferenzen: Du siehst gar nicht oder nur zeitverzögert, wann die anderen Teilnehmer zum Sprechen ansetzen. So geht es schnell, dass fünf Menschen durcheinander plappern. Ein Moderator kann und sollte dem entgegenwirken. Zum Beispiel, indem er einzelne Leute gezielt zu Wort kommen lässt. Und, nicht vergessen: Ausreden lassen erspart Nachfragen. Aber das war auch schon vor Corona so.


Autor Michael Bieckmann
Michael Bieckmann | Redaktion | 
TERRITORY Content to Results | Gütersloh 

Dreht Videos normalerweise nicht mit der Webcam.

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