4 Tipps für das Homeschooling

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© Nicole Westermann

Home Office war schon vor Corona für viele eine Herausforderung – aber meist freiwillig. Auf einmal ist es Pflicht und viele Eltern haben zusätzlich noch das Thema Homeschooling auf der ohnehin vollen Agenda. Hier kommen unsere Tipps, wie man es schafft, Familie, Arbeit und Schule mit Stil unter einem Dach unter einen Hut zu kriegen.


Gebt eurem Tag Struktur. Aber nicht zu viel.

Meine größte Befürchtung am Tag der Schulschließung? Wir werden verlottern: 12 Uhr, Kind noch im Schlafanzug, Zähne ungeputzt und vorm iPad hängend. Daher gibt es hier seit Tag 1 einen möglichst „normalen“ Tagesablauf. Ein Stündchen länger schlafen ist drin, kein Problem. Aber dann gibt’s den klassischen Ablauf: anziehen, Zähne putzen, waschen, Frühstück, Logo-Kindernachrichten, Lernzeit. Mama und Papa können dann arbeiten. So gut das eben geht, wenn eine Siebenjährige nebenan am Familienschreibtisch (siehe Tipp 3) sitzt und so gar keine Lust auf Beschulung und Belehrung durch Mama hat. Aber bitte nicht Struktur um der Struktur willen, sondern Struktur da, wo sie nützlich ist und hilft, den Tag zu überstehen. Und da kommt direkt Tipp 2 ins Spiel.

Entspannt euch

Man kann nicht gleichzeitig im eigentlichen Job, als Lehrer, Koch, Putzhilfe und Bespaßungskomitee arbeiten. Geht nicht. Punkt. Alles was muss, wird gemacht. Was nicht muss und nicht geht und was Mama und/oder Papa in den Wahnsinn treibt, wird gelassen. Mehr Gelassenheit beim Kochen (nicht umsonst ist der Umsatz von Dosen-Ravioli rasant nach oben geschnellt), beim Medienkonsum (ja, du darfst heute mal drei Folgen Paw Patrol schauen!) oder bei der Frage nach der täglichen Ration Süßigkeiten hilft mir, den Tag zu überstehen.

Raus mit euch!

Raus in die Natur: Zwei bis drei Mal am Tag werden die Kids gelüftet. Ab in die Natur wer kann. Vom Waldbingo über kleine Stadtrallyes: Das Internet ist voll mit Tipps, wie man auch abseits von Spielplätzen Kinder draußen beschäftigen kann. Und dann versuchen wir, dass jedes Familienmitglied auch mal Zeit und Raum für sich hat. Raus in die eigene Stunde, in der man sich zurückziehen kann: Mama macht „Houseparty“ mit ihren Freundinnen und der gleichnamigen App, Papa hat auch mal Ruhe im Büro und das Kind darf sich eben auch mal zurückziehen und die elternfreie Zeit ausrufen.

Familienbett war gestern. Baut euch einen Familienschreibtisch.

Andere haben ein Familienbett, wir einen Familienschreibtisch. Da ich seit jeher einen Tag pro Woche im Home Office verbringe und mein Mann selbständig ist, haben wir uns einen Familienschreibtisch gebaut. Hier sitzen wir aufgereiht wie die Perlen an der Kette und arbeiten gemeinsam. Der Tisch besteht aus einer langen Küchen-Arbeitsplatte aus dem Baumarkt. Befestigt haben wir das Ganze mit Schwerlastregalträgern. Genug Platz für die ganze Familie.

Homeoffice Homeschooling Familienschreibtisch Kinder
© Nicole Westermann

Autorin Nicole Westermann
Nicole Westermann | Brand Management | 
TERRITORY Content to Results | Gütersloh

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